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Portierte Mobilfunkrufnummern

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Durch die Portierbarkeit von Mobilfunkrufnummern zwischen den Mobilfunknetzbetreibern kann aus der Netzkennzahl (Vorwahl) nicht mehr sicher auf die Netzzugehörigkeit der Mobilfunkrufnummer geschlossen werden. Wenn ein Mobilfunktarif kostenfreie Gespräche (keine Anrechnung auf Inklusivminuten) in ein bestimmtes Mobilfunknetz anbietet und nur die Vorwahlen dieses Netzbetreibers ausgeschlossen werden, werden möglicherweise Anrufe zu Rufnummern, die zwar noch die 'eigene' Vorwahl haben, aber mittlerweile in ein 'fremdes' Mobilfunknetz portiert wurden, fälschlicherweise von der Zählung ausgeschlossen und nicht auf die Freiminuten angerechnet oder Anrufe zu Rufnummern, die aus einem 'fremden' Mobilfunknetz in das 'eigene' Mobilfunknetz portiert wurden, fälschlicherweise mitgezählt, statt auf die Freiminuten angerechnet zu werden.

Falls in FreiMinMon alle Gespräche in ein Mobilfunknetz ausgeschlossen werden sollen und die Auswertung möglichst korrekt sein soll, ist es nicht ausreichend die in der obigen Tabelle genannten Rufnummernbereiche dieses Mobilfunknetzbetreibers auszuschließen. Präziser ist es für alle (bzw. zumindestens für regelmäßig oder lange) angerufenen Mobilfunknummern die Netzzugehörigkeit zu ermitteln und diese, falls sie in ein anderes oder aus einem anderen Mobilfunknetz portiert wurden, mit einer eigenen Regel zu berücksichtigen.

Hinweis Mit dem Programm NumEx können alle deutsche Mobilfunkrufnummern aus der Anwendung Kontakte exportiert werden. Die Übernahme der Daten in eine Tabellenkalkulation oder Datenbank bietet eine Grundlage um die Netzzugehörigkeit der Rufnummern übersichtlich erfassen zu können.

Beispiel Ein Mobilfunktarif beinhaltet kostenfreie Anrufe ins Mobilfunknetz von O2. Um die Anrufe ins Mobilfunknetz von O2 in FreiMinMon nicht mitzuzählen, müssen die drei Vorwahlen des O2 Mobilfunknetzes (0159, 0176 und 0179) durch Anlegen von drei auszuschließenden Rufnummern (jeweils Modus: beginnt mit) von der Zählung ausgeschlossen werden.
Wenn eine mit mit einer Vorwahl des O2 Mobilfunknetzes beginndende Mobilfunkrufnummer (0159, 0176 oder 0179) aus dem O2 Netz in ein anderes Mobilfunknetz portiert wurde, wird diese aus der Zählung in FreiMinMon ausgeschlossen, obwohl ein Anruf bei dieser Mobilfunkrufnummer auf die Freiminuten angerechnet wird, da sie mittlerweile zu einem anderen Mobilfunknetz gehört. Diese Problematik kann mit dem Ausschließen Zeitraum nie (wird immer gezählt) umgangen werden. Für alle Rufnummern, die aufgrund ihrer Vorwahl 'scheinbar' noch zum kostenfrei erreichbaren 'eigenem' Mobilfunknetz gehören, aber mittlerweile in ein 'fremdes' Mobilfunknetz portiert wurden, kann eine Regel zum Ausschließen mit dem Zeitraum nie (wird immer gezählt) angelegt werden, so dass Anrufe zu dieser Rufnummer immer gezählt werden, obwohl sie bereits durch eine andere (allgemeinere) Regel ausgeschlossen wurden.
Ein anderer denkbarer Fall wäre, dass eine Mobilfunkrufnummer mit der Vorwahl eines 'fremden' Mobilfunknetzes in das 'eigene' Mobilfunknetz portiert wurde. Ohne eine Wahregel für diese Rufnummer werden Anrufe zu dieser Rufnummer nicht auf die Freiminuten angerechnet. Wenn für diese Rufnummer eine Wahlregel nach dem Muster Modus: genau und Zeitraum: immer angelegt wird, werden Anrufe zu dieser Rufnummer von der Zählung ausgenommen und nicht auf die Freiminuten angerechnet.

Beim Ausschließen von Anrufen in das 'eigene' Mobilfunknetz (keine Anrechnung auf Freiminuten) sind vier Szenarien möglich:

Vorwahl der angerufenen Rufnummer Netzzugehörigkeit der angerufenen Rufnummer Regel zum Ausschließen
eigene Vorwahl eigenes Netz wird durch allgemeine Regel für das 'eigene' Mobilfunknetz ausgeschlossen
  fremdes Netz muss durch Regel ausgeschlossen werden: Zeitraum: immer oder nur am Wochenende
fremde Vorwahl eigenes Netz muss durch Regel eingeschlossen werden: Zeitraum: nie (wird immer gezählt)
 
fremdes Netz keine Regel notwendig

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